2. September 2026
Straub/Kersten fahren aufs Siegertreppchen – ein rotes Licht sorgt für Verwirrung
Vier Läufe, packende Zweikämpfe und Spannung bis zur letzten Runde: Das Rennen auf der Speedwaybahn in Berghaupten hatte für Moritz Straub und seinen Beifahrer David Kersten vom Motorsportclub Langnau einiges zu bieten. Am Ende stand ein zweiter Gesamtrang zu Buche.
Schon im ersten Lauf war klar: Hier würde nichts verschenkt. Straub/Kersten erwischten einen perfekten Start und schossen direkt an die Spitze. Dicht dahinter lauerten Oliver Wehrle/Noah Schirmaier. Runde für Runde lieferten sich die beiden Gespanne einen packenden Zweikampf, bei dem die Zuschauer voll auf ihre Kosten kamen. Straub/Kersten behielten die Nerven und brachten ihre Führung über die vier Runden ins Ziel. Die schwarz-weiß karierte Flagge fiel – und Straub/Kersten jubelten über den ersten Laufsieg.
Im zweiten Rennen das gleiche Bild: Wieder erwischten Straub/Kersten einen starken Start, wieder übernahmen sie sofort die Führung. Wehrle/Schirmaier blieben ihnen dicht auf den Fersen, doch Straub/Kersten ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Vier Runden lang hieß es Vollgas und keinen Fehler machen. Erneut kamen Straub/Kersten als Erste über die Ziellinie.
Auch im dritten Lauf schien zunächst alles nach Plan zu laufen. Straub/Kersten setzten sich erneut an die Spitze. Doch dann wurde das Gespann plötzlich langsamer. Für einen kurzen Moment herrschte Verwirrung. Wenig später nahmen Straub/Kersten wieder Fahrt auf – allerdings war der entscheidende Moment bereits vorbei. Zwei Konkurrenten zogen vorbei und das MSC-Team musste sich mit Rang drei begnügen.
Der Grund für die überraschende Temporeduzierung war ein Missverständnis. Ein rotes Licht einer Kamera hatte Moritz Straub irritiert.
„Ich war irritiert durch ein rotes Licht und war der Meinung, der Lauf sei abgebrochen worden. Deshalb verlangsamte ich. Schnell merkte ich, dass das nicht so war. Doch dann war es zu spät, nochmals ganz nach vorne zu fahren“, erklärte Straub nach dem Rennen.
Wird ein Lauf nach einem Unfall abgebrochen, wird dies unter anderem durch eine rote Flagge oder ein entsprechendes Rotlichtsignal angezeigt. Die Fahrer müssen dann reagieren und das Gas zurücknehmen. In diesem Fall stammte das rote Licht jedoch von einer Kamera – ein folgenschweres Missverständnis.
Damit war vor dem letzten Lauf noch einmal Spannung angesagt. Die Ausgangslage war klar: Jetzt musste ein gutes Ergebnis her. Straub/Kersten behielten die Nerven und kämpften sich im entscheidenden vierten Lauf auf den zweiten Platz. In der Gesamtwertung platzierten sie sich auf Rang zwei.
Wer die Beiden live sehen möchte: Moritz Straub und David Kersten starten am Samstag, 3. Oktober beim Simson-Grasbahnrennen in Wellmutsweiler.
